Ale

 
Ale ist ein althergebrachter Begriff für ein fermentiertes alkoholisches Getränk, das hauptsächlich aus gemälzter Gerste hergestellt wird. Ales werden mit obergärigen Hefen bei Temperaturen von 15 bis 25 °C vergoren. Die Gärung ist kürzer und erfolgt bei höheren Temperaturen als bei Lagerbier. Ale war ursprünglich in Großbritannien beheimatet und dort ist dieser Begriff auch ein Synonym für Bier. Mittlerweile werden auch in Österreichs großartige Ales produziert und dieser Biertyp findet auch immer mehr Anklang bei Biergenießern. Die bekanntesten Varianten sind Mild Ale, Bitter Ale, Pale Ale und India Pale Ale. Barley Wine ist eine sehr starke Alesorte mit mindestens 7% Alkoholgehalt und zählt zu den exquisitesten Biersorten überhaupt.

 

BIO-Bier

 
BIO-Bier ist kein eigener Bierstil, sondern bezeichnet die streng kontrollierte, biologische Anbauweise der Ausgangsprodukte. BIO-Landwirtschaft zielt auf eine gesunde Umwelt ab, weil sie das Klima und unser Grundwasser schont und weniger Energie verbraucht als konventioneller Landbau. Die Verbraucher tun etwas für ihre Gesundheit und die biologische Produktion leistet einen wichtigen Beitrag zur erhaltung der bäuerlichen Kulturlandschaft. Selbstverständlich dürfen im BIO-Landbau nur Braugetreide oder Hopfen verwendet werden, die garantiert nicht gentechnisch verändert worden sind.

 

Bockbier/Starkbier

 
Bockbier (auch Starkbier genannt) entstand in Klöstern, wo die Mönche die lange Fastenzeit mit einem starken, nahrhaften Bier überbrückten. Es kann obergärig als auch untergärig gebraut werden und in heller oder dunkler Form vorkommen. Bockbiere werden über die Stammwürze definiert: die Untergrenze liegt bei 16 Grad Plato (das entspricht 6,5% bis 7,5% Alkohol), ein Doppelbock kommt auf mindestens 18 Grad Plato und der Alkoholgehalt beträgt bis zu 13% Vol. Bockbiere sind oftmals ein Saisonprodukt, so gibt es z.B. Maiböcke, Weihnachtsböcke oder Fastenstarkbiere, die je nach Brauerei alle zu einem gewissen Tag angestochen werden.

 

Dunkles Bier/Schwarzbier

 
Schwarzbiere sind dunkle Vollbiere mit Pilscharakter, die heute (anders als früher) meist untergärig hergestellt werden. Seine dunkle Farbe erhält Schwarzbier meist durch die Verwendung dunklen Braumalzes oder Röstmalzes - was ihm die typisch röstige Note gibt -, seltener auch durch Farbebier. Manche Schwarzbiere ähneln durch ihre Röstnote fast schon einem Stout. Der Alkoholgehalt beträgt in der Regel zwischen 4,8 und 5% Vol., der Stammwürzegehalt beträgt mindestens 11 Grad Plato.

 

Märzen/Lager/Helles

 
Als Lagerbier gelten alle hellgeben, untergärigen Vollbiere, die schwächer gehopft sind als Pils. Während sich international der Begriff "Lager" durchgesetzt hat, wird dieses Bier in Österreich als "Märzen" bezeichnet. Es hat mindestens 11° Stammwürze und zeichnet sich durch einen leichten, süffigen Geschmack aus, der durch das ausgewogene Verhältnis zwischen Bitter- und Aromahopfen hervorgerufen wird. Lagerbiere sind blank gefiltert und meist von hellgelber Farbe, weshalb sie häufig als "Helles" bezeichnet werden. Mit einem Marktanteil von rund 65% ist Märzen mit großem Abstand die Lieblingssorte der Österreicher.

  

Pils

  
Pilsbier ist ein helles, untergäriges Vollbier und zeichnet sich durch sein kräftiges Hopfenaroma aus. Es ist erfrischend, weniger malzig und liegt in der Stammwürze bei mindestens 11 Grad Plato. Der Name leitet sich von der Stadt Pilsen (heutige Tschechische Republik) ab, wo diese Sorte ursprünglich gebraut wurde. Während Pils die mit Abstand beliebteste Biersorte in Deutschland ist, fristet es in Österreich - zu unrecht - noch ein Nischendasein.

  

Radler/Biermischgetränke/Biermixgetränke

 
Als Biermischgetränke (in Österreich Radler genannt) werden Getränke bezeichnet, die teilweise aus Bier bestehen und mit Limonade, Fruchtsäften oder anderen Zusätzen gemischt werden, üblicherweise im Verhältnis 1:1.

   

Spezialitäten

 
Unter diese Kategorie fallen alle Biere, die in keine andere bei uns passen.

 

Stout/Porter

 
Das Stout ist ein schwarzbraunes, röst- und/oder hopfenbitteres, obergäriges Starkbier mit einer ausgeprägten, cremefarbenen Schaumkrone. Es wird mit besonders stark geröstetem Gerstenmalz oder Röstgerste gebraut und ist vor allem in englischsprachigen Ländern beliebt, wird aber dank der zahlreichen Irish Pubs auch in Österreich immer beliebter und deshalb auch von heimischen Brauern produziert. Der Geschmack schwankt zwischen süß und trocken. Am besten wird Stout gut gekühlt getrunken, da das Bier so seinen einzigartigen Geschmack entfalten kann. Die sehr feste, cremige Blume wird umso schöner, wenn das Bier langsam und in zwei Phasen ins Glas gegossen wird.

   

Weizenbier/Weißbier

 
Weizenbier (auch Weißbier genannt) sind per Definition obergärig und entstehen durch die anteilige Verwendung von Weizenmalz anstatt von Gerstenmalz. Die gefiltertere und somit (kristall)klare Variante wird Kristallweizen genannt. Die ungefilterte Variante, bei der Heferpckstände und Schwebstoffe im Bier belassen werden, wird als hefetrüb oder Hefeweizen bezeichnet. Je nach Mälzung kann Weißbier auch bernsteinfarben bis dunkelbraun sein, aber nie weiß bzw. durchsichtig wie Wasser.